KEW: regional engagiert

Kinder sitzen im Garten vor einem Tisch mit Pflanzen und Wasserflaschen

Engagement ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Unser Verständnis für verantwortungsvolles Handeln ist tief in unserer Geschichte verankert – im Grunde schon seit dem Jahr 1877. Damals löste unser Wasserwerk Wellesweiler mit seinem 8.750 Meter langen Ortsnetz die seit 1846 bestehende Versorgung aus den Laufbrunnen Fischkasten, Steinbrunnen und Hakenbrunnen ab. Damit wurde ein entscheidender Schritt hin zu einer sicheren und hygienischen Versorgung mit reinem Quellwasser gemacht. Bis heute setzen wir uns mit großem Engagement dafür ein, unseren Grundwasserschatz zu bewahren, um ihn auch kommenden Generationen in bester Qualität weiterzugeben.

Dieses Engagement zeigt sich ebenso in unserer Energieversorgung. Im Bereich Photovoltaik bringen wir uns aktiv ein – sei es durch Beteiligungen oder durch Projekte für Stadt und Region, etwa mit Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden und unseren eigenen Standorten. Ergänzt wird dies durch ein zertifiziertes Energiemanagement nach DIN ISO 50001 sowie die kontinuierliche Optimierung unserer IT- und Versorgungsinfrastruktur, um unsere Umweltauswirkungen stetig zu reduzieren.

Auch unsere Kund*innen begleiten wir mit großem Einsatz auf diesem Weg: Mit gezielten Beratungen und Dienstleistungen unterstützen wir sie dabei, Energie effizient zu nutzen und Kosten zu senken. Im Bereich Mobilität fördern wir zukunftsfähige Lösungen durch zahlreiche eigene Ladepunkte für E-Autos und E-Bikes sowie Schnellladestationen. Gleichzeitig arbeiten wir auf kommunaler Ebene intensiv daran, die Fernwärmeversorgung weiter auszubauen.

Besonders am Herzen liegt uns jedoch unser Engagement vor Ort. Wir investieren in Menschen und ihre Projekte und sind unter anderem Mitglied im Kommunalen Klimaschutz-Netzwerk im Landkreis Neunkirchen. Als Mitinitiator von TrinkWasSaar verfolgen wir das Ziel, schon bei jungen Menschen ein Bewusstsein für den Wert von Wasser zu schaffen. Deshalb haben wir bereits acht Schulen in unserem Versorgungsgebiet mit Trinkwasserspendern ausgestattet – weitere werden folgen. Ein herausragendes Beispiel für unser langfristiges Engagement ist das Klima Projekt Neunkirchen, das wir seit 2010 als Mitbegründer, Kooperationspartner und Förderer aktiv mitgestalten – finanziell wie auch mit persönlichem Einsatz.

Portrait von Michael Geisler

Klima Projekt Neunkirchen

Mit der Motivation, eine lebenswerte Umwelt zu erhalten, und dem Ziel, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, setzt sich das Klima Projekt Neunkirchen dafür ein, Menschen umfassend zu informieren, zum aktiven Handeln zu motivieren und sie persönlich einzubinden. Ziel ist es, ein breites Verständnis für die anstehenden Veränderungen im Zuge der Energie- und Klimawende zu fördern und gesellschaftliche Akzeptanz für notwendige Maßnahmen zu stärken.

Um eine langfristige und wirksame Umsetzung sicherzustellen, haben die KEW, die Kreisstadt Neunkirchen und die Sparkasse Neunkirchen bereits im Jahr 2010 das Klima Projekt Neunkirchen ins Leben gerufen. Als Träger der Kooperation finanzieren sie das Projekt, entwickeln Informations- und Bildungsangebote und setzen diese für Schülerinnen, Schüler sowie für Erwachsene um.

Zu den Unterrichtsmodulen im schulischen Bereich zählen unter anderem die „Klimakonferenz für Schüler“, Rohstoff- und Klimaexpeditionen mit Expeditionsleiter Michael Geisler, das Format „Energie erleben“ sowie Projekttage zum Thema Windenergie. Für Bürgerinnen und Bürger werden Veranstaltungen zu Themen wie Klimawandel, energetische Sanierung, Balkonkraftwerke, Energieberatung, Stromspar-Checks und Fördermöglichkeiten angeboten.

Unterstützt wird das Klima Projekt Neunkirchen zudem durch fachkundige Referentinnen und Referenten wie Sven Plöger, die mit ihrer Expertise zur fundierten Wissensvermittlung beitragen.

Pressekonferenz zur Gründung von TrinkWasSaar

TrinkWasSaar

Mit dem Ziel, Bürgerinnen, Schülerinnen und junge Leute für die bewusste und genussvolle Nutzung unseres wertvollen saarländischen Trinkwassers zu sensibilisieren, startete 2022 die Kampagne TrinkWasSaar. Mitbegründer und Treiber war die KEW.

Der Schwerpunkt lag zunächst auf einer Social-Media-Kampagne, Mitmach-Aktionen und Interviews auf dem „reisenden TrinkWasSaar-Sofa“ mit den „Machern“, angefangen vom Wasserversorger bis zum Sternekoch sowie Plakaten und der Homepage. Sie bietet ein Wissen rund ums Wasser, das so umfassend im ganzen Saarland an keiner anderen Stelle zu finden ist.

Warum: Weil TrinkWasSaar getragen wird von den zuständigen Verbänden VKU - Verband Kommunaler Unternehmen, und dem VEW Saar - Verband der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes. Alle 43 saarländischen Wasserversorgungsunternehmen sind in diese vom Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz geförderte Kampagne integriert und bringen ihre Kompetenz ein.

Schirmherrin ist Frau Ministerin Petra Berg, deren Ministerium die Kampagne seit 2022 als Projektpartner fördert und in 2. Stufe 2023 um ein Förderprogramm für Projekte und Maßnahmen zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen und sicheren Wasserversorgung erweitert hat: das Förderprogramm FRL-Nachhaltige Wasserwirtschaft.

Eine der zahlreichen Maßnahmen ist die Ausstattung des öffentlichen Raumes, insbesondere von Schulen, und seit Sommer 2024 auch Kitas, mit Trinkwasserspendern. Die Übergabe des saarlandweit ersten Wasserspenders erfolgte 2023 durch die KEW. Inzwischen sind acht Schulen in unserem Versorgungsgebiet damit ausgestattet. Die KEW sponsert dabei ein höherwertigeres Gerät und übernimmt die Wartung für das erste Jahr. Weitere Wasserspender sind in Planung.

Kommunales Klimaschutz-Netzwerk im Landkreis Neunkirchen

Der Landkreis Neunkirchen, die Kreisstadt Neunkirchen, die Stadt Ottweiler und die Gemeinden Schiffweiler, Eppelborn und Spiesen-Elversberg sowie die lokalen Versorger „Kommunale Energie- und Wasserversorgung AG“ (KEW), „Wasserversorgung Ostsaar GmbH“ (WVO) und der „Gaswerk Illingen Zweckverband“ schließen sich zu einem Klimaschutz-Netzwerk zusammen.

Dieses Netzwerk mit dem Titel: „Kommunales Klimaschutz-Netzwerk im Landkreis Neunkirchen“ und dem Förderkennzeichen: 67K18326 wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages für einen Zeitraum vom 01.06.2022 bis zum 31.05.2025 über den Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH gefördert.

Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit der Netzwerkteilnehmer die Planung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen gemeinsam voranzutreiben und dabei Synergien zu nutzen. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Energieeinsparpotentiale gemeinsam aufzudecken und geeignete Maßnahmen zur Minderung der Energieverbräuche zu initiieren. Die Netzwerkteilnehmer werden darüber hinaus in die Lage versetzt, bei der Überwindung der praktischen Probleme voneinander zur lernen.

Die Themen der Netzwerkarbeit sind breit gefächert und erstrecken sich von der nachhaltigen, energetischen Verbesserung der eigenen Liegenschaften über den Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur z.B. zur Mobilität, bis hin zur Einführung eines einheitlichen Energiemanagementsystems.

Begleitet, koordiniert und moderiert wird das Netzwerk durch ARGE SOLAR e.V. als Netzwerkmanager. Daneben werden themenbezogen externe Berater:innen zur fachlichen Begleitung beauftragt.


Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von Ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Flächenkarte des Landkreises Neunkirchen mit Schriftzug Kommunales Klimaschutz Netzwerk im Landkreis Neunkirchen
Zertifizierungssiegel in blauer und weißer Farbe für die Zertifizierung Energiemanagement DIN ISO 50001
Zertifizierung Energiemanagement DIN ISO 50001

Als kommunales und regional verwurzeltes Energie- und Wasserversorgungsunternehmen sind wir uns bei der KEW unserer Verantwortung für eine sichere, umweltschonende und zugleich preiswerte Versorgung unserer Kund*innen mit Energie in Form von Erdgas, elektrischer Energie und Fernwärme sowie mit hochwertigem Trinkwasser bewusst.

Der nachhaltige Umgang mit Energien und Ressourcen ist für uns als Versorgungsdienstleister im Bereich der Daseinsvorsorge für jetzige und zukünftige Generationen von sehr hoher Bedeutung.  

Unsere Energiepolitik fußt deshalb auf der kontinuierlichen Verbesserung aller dafür relevanten Parameter in den Bereichen Energiemanagement, Schonung von Ressourcen, dem verstärkten Einsatz Erneuerbarer Energien und der Reduzierung von CO2-Emissionen und anderen Umweltauswirkungen.

Mit der Einführung und der Weiterentwicklung eines Energiemanagementsystems nach der ISO 50001 (EnMS) trägt die KEW dieser Verantwortung Rechnung. Dadurch werden die Weichen zu einer systematischen Verbesserung von Energieeffizienz, Energieverbrauch und Energieeinsatz gestellt. Dieses Handeln wird KEW durch ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen jährlich bestätigt.

Die Schonung von Ressourcen und Einsparung von Energie ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Ein Energiemanagementsystem hilft im Wesentlichen, Potenziale zu finden, systematisch zu verfolgen und kontinuierlich die möglichen und geplanten Einsparpotentiale zu erreichen. Ebenso wichtig ist auch das Verhalten unserer Mitarbeiter*innen Potenziale zu erkennen, sensibel und sparsam mit Ressourcen und Energie umzugehen und unsere Kunden zu energieeffizientem Handeln zu ermutigen.

Als Management- und Steuerungsinstrument liefert es somit einen wertvollen Beitrag, unseren ökologischen Fußabdruck zunehmend zu reduzieren.

Um ein paar Beispiele zu nennen: Zur Wasserförderung wurden und werden weiterhin energieeffiziente Trinkwasserpumpen verbaut. Wir arbeiten an der zunehmenden Elektrifizierung unseres Fuhrparks.